Tomatensauce auf Vorrat einkochen, Tipps & Kniffe

Tomatensauce auf Vorrat einkochen, Tipps & Kniffe


Time is now! Und zwar um Tomatensauce für die tomatenfreien Monate zu machen!
Alles begann vor ein paar Jahren mit ein paar Gläsern, nur für uns. Dieses Jahr werde ich in mehreren Sessions erstmals 25 kg reife, italienische Tomaten zu Tomatensauce verarbeiten. Die bei Freuden und Bekannten sehr begehrt ist – so dass es bereits „Vorbestellungen“ gibt.

Mit meiner Leidenschaft bin ich nicht allein. Gott sei Dank gibt es Bloggerinnen wie Birgit, die ebenfalls eine ähnliche Menge Tomaten verarbeiten – und mich zu 100% verstehen 😉

Über die Jahre habe ich die Herstellung immer wieder optimiert. Aber auch wenn ich mittlerweile mit zwei 10-l-Töpfen hantiere, ist danach immer erst mal Zeit die Küche von Saucenspritzern zu befreien.
Aber wo gehobelt wird…

Trotzdem: es lohnt sich. Nur jetzt schmecken Tomaten richtig gut. Und wenn ich mir jetzt die Arbeit mache, profitiere ich den ganzen Winter davon. Egal ob als Pasta-Basis, oder für die Pizza. Diese Sauce geht bei uns in großen Mengen weg.

Hier die „Einsteiger“ Version für ca. 15 Gläser à 300 ml:

  • Gläser vorbereiten:
    • In Spülmaschine geben, Spülgang durchlaufen lassen, Deckel extra auskochen oder
    • Noch sicherer: Gläser und Deckel auskochen, oder
    • Extrem sicher: Gläser und Deckel bei 130 Grad für 15 Minuten in Backofen geben, um Keime etc. gänzlich zu töten
  • 5 kg Saucentomaten klein schneiden, entstrunken (ich verwende italienische, sehr reife Tomaten)
  • 3 große Zwiebeln klein schneiden
  • Knoblauch, Menge nach Wahl, ebenfalls zerkleinern
  • Zwiebeln und Knobi in reichlich Olivenöl andünsten
  • 1 Tube Tomatenmark dazu geben, kurz mit anschwitzen
  • Mit ordentlich Rotwein ablöschen (mind. 1/4 l – alkoholfreie Variante: durch selbstgemachte Gemüsebrühe ersetzen) – kurz weiter köcheln lassen
  • Tomatenstücke dazu geben, umrühren
  • 3 l Passata dazu geben (so mache ich das, um mehr Sauce zu bekommen – wer die pure, frische Sauce will, lässt das einfach weg)
  • Mit Salz, Pfeffer, Piment d’Espelette, einer Prise Zucker würzen
  • 2 h köcheln lassen, Deckel ist 1,5 h zu
  • 1 Topf Basilikum vom Liebsten ernten lassen, Blätter zur Sauce geben
  • Oregano frisch oder getrocknet dazu geben
  • Nochmals nachwürzen (Pfeffer, Salz, Piment d’Espelette)
  • je nach Konsistenzwunsch weiter Tomatenmark dazu geben – oder weiter einköcheln lassen
  • Sauce mit Mixstab pürieren
  • Durch „flotte Lotte“ oder Sieb passieren, um Schalen / Kerne zu entfernen) – zum Ende hin nochmals Unterteil der „Lotte“ auskratzen, da hier meist viel gutes Tomatenpüree hängen bleibt
  • Noch heiss in die vorbereiteten Gläser geben (ich gebe die Sauce in einen Topf mit Ausguss – das ist der Garant für wenig Sauerei, Gläser sind mit Einkochtrichter bestückt – ansonsten einfach normale Schöpfkelle nehmen)
  • Gläser randvoll füllen – das ist wirklich wichtig
  • Gleich für 10 Minuten umdrehen – und dann abkühlen lassen

Varianten:

  • Chili dazu geben für die scharfe Variante
  • Staudensellerie und Kartotten mit anschwitzen, bevor die Tomaten dazu kommen
  • Mit Rosmarin, Thymian verfeinern
  • oder gleich die Ofen-Gar-Methode anwenden

Es gibt immer wieder Diskussionen rund um das Thema „Einkochen“.
Ich habe bisher immer die Spülmaschinen-Methode gewählt und die Sauce war mindestens ein Jahr haltbar. Dieses Jahr wollte ich auf Nummer sicher gehen (eine Twitter-Einkoch-Diskussion zwischen Valentinas Kochbuch und Küchenlatein war nicht ganz unschuldig daran…) und habe erstmals die Backofenvariante ausprobiert – die ebenfalls sehr bequem ist.

In jedem Fall kann man sich so ein Stückchen Sommer mit in den Winter nehmen – und darauf will ich nicht mehr verzichten!

Und weil die Sauce in jedem Fall zu 98% rot ist (die Kräuter mal weggerechnet…), passt sie wunderbar zum Blogevent „Rot“ von High Foodality!

5 Comments

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  1. Blogs

    Guten Tag

    Ihr Blog hat unsere Aufmerksamkeit erregt, aufgrund der Qualität seiner Rezepte.

    Wir würden uns freuen, wenn Sie sich auf Petitchef.com einschrieben, damit wir auf ihn verweisen können.

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    Herzlichst

  2. Michhier

    Hallo,
    man oder Frau sollte noch mit erwähnen, daß hier:
    „Extrem sicher: Gläser und Deckel bei 130 Grad für 15 Minuten in Backofen geben, um Keime etc. gänzlich zu töten“
    nur Deckel aus Glas gemeint sind !!!
    Wenn man oder Frau das mit Blechdeckel und Gummidichtung macht, können diese auch gleich weggeworfen
    werden. 8-(

  3. Claudia

    Qualität ist eben wichtig, darauf achtest Du auch bei deinen Rezepten. Langsam verstehen die Menschen, das Sie eben nicht alles nur billig kaufen können. Du bist was du isst, das war schon immer so. Also Leute macht es hier nach und verwendet frische und Regionale Zutaten.

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