Zürcher Geschnetzeltes mit Berner Rösti – Europa Kochen 2016 zur EM

Zürcher Geschnetzeltes mit Berner Rösti – Europa Kochen 2016 zur EM


Auch dieses Jahr gibt es wieder einen schönen Blog Event und um die EM: das EuropaKochen 2016 von Peter (Aus meinem Kochtopf).

Ich bin zwar kein so großer Fußballfan wie Herr Feinschmeckerle, aber ich schaue mir natürlich gerne die EM-Spieler an. Wenn dann noch so sympathische Typen  wie die Isländer für gute Stimmung und Überraschungen sorgen, finde auch ich das richtig spannend. Und natürlich lache auch ich mich gerne schlapp über das Pavian-Gehabe von einem gewissen CR7 aus Portugal 😉

Vor allem liebe ich Tippspiele und Wettquoten, bei denen ich gerne mitmache. Schon allein deshalb finde ich es natürlich ganz spannend die einzelnen Spiele und Ergebnisse zu verfolgen.

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Europa Kochen 2016

So ist es natürlich selbstverständlich, dass ich beim wunderbaren Blog Event Europa Kochen 2016 von Peter mit dabei bin. Ich habe mir zwei schöne Länder herausgesucht, die ich kulinarisch vorstellen werde. Gestartet wird mit der Schweiz, unserem schönen Nachbarland. Hier sollte es eigentlich erst eine klassische Wähe werden, dann kam kurz das Cordon bleu ins Rennen – aber da war die finale Herkunft trotz Befragung echter Schweizer nicht ganz eindeutig zu klären – kommt es etwa doch aus Frankreich? Und ich wollte kein Abseits riskieren 😉

Am Ende war die Entscheidung klar: es gibt ganz klassisch ein typisches Schweizer Gericht  Zürcher Geschnetzeltes mit Berner Rösti.

Das essen wir auch sehr gerne im Restaurant und ich habe es wirklich noch nie selbst zuhause gekocht. Nach diversen Rezeptsichtungen im Internet habe ich dann doch den „Großen Lafer“ befragt. Auf Johann ist einfach Verlass: er verrät seine Rezepte für ein perfektes traditionelles Zürcher Geschnetzeltes und ein krosses Berner Rösti.

Die lange Vorbereitung habe ich etwas zeitlich unterschätzt lohnt sich. Es hat uns ganz wunderbar geschmeckt. Wenn nun auch die Schweizer Nationalmannschaft regelmäßig solche Leckereien als „legales Doping“ serviert bekommt, wundert es mich nicht, dass es bisher gar nicht mal so übel für sie läuft … jetzt müssen sich nur noch die Näher stärken, damit die Nähte nicht so leicht auseinander gehen 😉

Rezept Zürcher Kalbsgeschnetzeltes (für zwei Personen)

  • Eine mittelgroße Zwiebel schälen und fein würfelnzuercher-geschnetzeltes-zubereitung
  • 150 g braune Champignons säubern und fein in Scheiben schneiden
  • 300 g Kalbfleisch aus der Keule oder Nuss quer zur Faser in dünne Streifen schneiden
  • 30 g Butterschmalz in einer großen, beschichteten Pfanne erhitzen
  • Fleischstreifen darin portionsweise von allen Seiten anbraten und mit etwas Mehl bestäuben – danach die Filet Streifen aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen… ganz wichtig: den köstlichen Fleischsaft nicht vergessen!
  • Nun werden die Zwiebelwürfel und Champions in der Pfanne angebraten, wenn nötig, noch ein bisschen Butterschmalz dazu geben
  • Der Bratensatz wird mit circa 80 ml Weißwein abgelöscht und alles wird leicht aufgekocht, bevor dann noch 100 ml Sahne dazu kommen
  • Sauce gut verrühren, bevor das Fleisch erneut in die Pfanne kommt, natürlich mit dem Bratensaft
  • Alles weitere 3 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen
  • Das Geschnetzelte wird nun noch ganz puristisch mit Salz und Pfeffer gewürzt
  • Wer mag und hat, gibt es noch etwas frische und fein gehackte Petersilie dazu

Rezept Berner Rösti (zwei Personen)

  • Wer die Möglichkeit hat, kocht schon am Vortag ein halbes Kilo festkochende Kartoffeln nicht ganz weich mit etwas Salz und Kümmel
  • Die Kartoffeln werden dann am nächsten Tag geschält und ganz grob geraspelt: ich nehme dazu eine ganz stinknormale Vierkantreibe vom Möbelschweden und die ganz grobe Raspelseite
  • Kartoffelraspel ordentlich mit Salz würzen und nun eine wichtige Entscheidung treffen: will ich ein großes Rösti oder kleinere Röstiplätzchen?
  • Ich mag es lieber kleiner und habe entsprechende Plätzchen geformt
  • Jetzt etwas Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne erhitzen, die Rösti Plätzchen hineingeben und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten goldbraun und knusprig braten (beim Wenden empfiehlt es sich mit wirklich großen Pfannenwendern zu arbeiten)
  • Wer die großen Rösti braten möchte, gibt’s eine Portion der Kartoffelmasse in die mit Butterschmalz versehene beschichtete Pfanne und brät die Masse, bis sie leicht gebräunt ist
  • Dann wird mit einem Pfannenwender die Kartoffelmasse zu einem Kuchen zusammengeschoben
  • Mit einem entsprechend großen Teller wird das Ganze beschwert und das Rösti bei mittlerer Hitze auf der Unterseite goldbraun gebraten
  • Ist die eine Seite goldbraun wird das Ganze mitsamt dem Teller gestürzt … nun lässt man das Rösti mit der hellen Seite wieder in die Pfanne gleiten
  • Es wird weiter gebraten, bis  die zweite Seite ebenfalls goldbraun ist
  • Wer mag kann jetzt am Rand noch Butter in Flöckchen dazu gegeben
  • Egal ob groß oder klein: die Rösti werden nochmals mit Salz und Pfeffer gewürzt und im Backofen bei 60° warmgehalten (laut Hr. Lafer eignet sich Umluft nicht dafür..)

Wir waren sehr angetan. Sowohl Zürcher Geschnitzeltes, als auch Berner Rösti haben uns wunderbar geschmeckt. Die Rösti erfordern ganz schön viel Fingerspitzengefühl – weil ja komplett ohne Bindungsmittel gearbeitet wird. Aber die Mühe lohnt sich in jedem Falle.

Vielen Dank auch an Peter, der diesen tollen Blog Event ausrichtet. Dem Playmobil Männchen gefällt es ausgenommen gut bei uns, und er hat natürlich auch ein Stückchen vom Schweizer Rösti abbekommen.;-)

Wo gibt’s was?

5 Comments

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  1. lieberlecker

    Liebe Ina,
    dreimal richtig als Zürcher Geschnetzeltes benannt … und dann schleicht sich doch noch ein falsches „Züricher“ hinein. Ansonsten sage: Sehr fein … und setze mich gleich dazu 🙂
    Liebe Grüsse aus Zürich (der Heimat des Zürcher Geschnetztelten 😉 ),
    Andy

    • feinschmeckerle

      Lieber Andy, wie peinlich … Danke ich hab’s gleich korrigiert! Und ich freue mich, dass es Dir als echtem Zürcher so gefällt 🙂 Liebe Grüße

  2. Anna C.

    Rösti, die hab ich irgendwie völlig vergessen- und werd mich hoffentlich zu gegebener Zeit wieder daran erinnern. Momentan genieße ich neue Kartoffeln, ungeschält, gebraten- da wärs schad drum. und das Geschnetzelte- wenn nur die vielen Champignons nicht wären, seufz…

    • feinschmeckerle

      Ja da hast Du völlig recht! Ich habe hier auch noch die „alten“ aufgebraucht – die neuen mag ich auch am liebsten pur 🙂

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