Schwäbische Dinnete – wie Flammkuchen, nur besser ;-)

Schwäbische Dinnete – wie Flammkuchen, nur besser ;-)


Wir Schwaben lieben schwäbische Dinnete. Das ist einfach so … Egal ob auf Dorfesten, Weihnachtsmärkten oder auch schwäbischen Partys. Dinnete ist einfach nicht wegzudenken.

Das einzige worüber man diskutieren kann ist die Schreibweise. Dinnete? Dünnede, Dinnede, Dinnele oder Dünnere – es gibt wohl kaum ein schwäbisches Gericht mit einer derartigen Schreibweisen Vielfalt 😉

schwäbische dinnete

Doch was ist eine schwäbische Dinnete? Am ehesten kann man sie mit einem französischen Flammkuchen vergleichen. Ein Flammkuchen, den ein Schwabe gemacht hat. Denn: er hat sich einfach das dünne auswellen gespart, der Spitz 😉

Nicht nur in Sachen Schreibweise bin ich mir einig mit Nileen Marie von Schätze aus meiner Küche. Sie bringt ein wunderbares Dinnete Rezept in ihrem tollen Kochbuch Fingerfood schwäbisch gut.

Ich habe dieses Kochbuch nun schon ein paar Monate und schon einiges daraus nachgemacht. Das sind wirklich perfekte kleine Leckereien – mit meinen liebsten schwäbischen Zutaten.

schwäbische dinnete

Dinnete – perfektes Party Fingerfood

Jetzt stelle ich euch als erstes mal die schwabäbische Dinnete in der kleinen Version vor. Sie ist der perfekte herzhafte Snack für ein gemütliches Abendessen mit gutem Wein. Und der Star auf jeder rauschenden Party. Macht man diese kleine Dinnete im kleinen Tapas Stil, kann man sie prima als  Fingerfood auf jeder Party reichen.

Ich habe wie Marie eine Variante mit klassischem schwäbischen Speck (Rauchfleisch) und Zwiebeln gemacht. Die sind einfach fantastisch geworden. Vor allem die wunderbare Schmandcreme passt einfach perfekt zum herzhaften Belag.

Meine Dinnete habe ich noch schwäbischer gestaltet, als sie ohnehin ist… ich habe statt Weizen unseren guten Alb Dinkel verwendet. Mit Dinkelmehl backe ich einfach unheimlich gerne – und das Ganze schmeckt ausgezeichnet.

vegetarische-dinnete-lauch-feta1

Vegetarische schwäbische Dinnete

Weil ich noch ein wenig Lauch und Feta übrig hatte, gab es hier auch gleich noch eine zweite Variante. Die Kombi cremiger Feta und Lauch mag ich persönlich besonders gerne, auch als Quiche oder Flammkuchen-Belag. Und so kann man auch Vegetariern auf einer schwäbischen Party eine echtes Fingerfood Highlight bieten.

Warum sich die Dinnete so perfekt als Party Fingerfood eignet? Sie ist wirklich einfach zu machen – und lässt sich perfekt vorbereiten. Nicht ganz bis zum Ende gebacken kann sie kurz vor Party Beginn nochmals kurz in den Ofen geschoben werden und ist dann perfekt lauwarm. Während man selbst ganz stressfrei die Party beginnen kann 🙂

schwaebische-dinnete-final-titel

Rezept Schwäbische Dinnete

(12 kleine Dinnete)

Zutaten Hefeteig
  • 250 g Mehl (Typ 405) / ich: Dinkelmehl hell
  • 250 g Mehl (Typ 550) / ich: Dinkelvollkornmehl
  • 25-30 g frische Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 300 ml lauwarmes Wasser
  • 1 EL Olivenöl
  • 2 TL Salz
  • 1 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
 Zutaten Belag:
  • 300 g geräucherter Schinkenspeck (ich: schwäbisches Rauchfleisch)
  • 2 rote Zwiebeln (ich habe Schalotten genommen)
  • 2 Knoblauchzehen (habe ich weggelassen)
  • 250 g Schmand
  • 1 Ei (M)
  • 50 g geriebener Bergkäse oder Emmentaler (ich: herzhafter Bergkäse)
  • 1 TL abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone, nach Belieben
  • 1-2 TL Zitronensaft
  • Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 1-2 EL Schnittlauchröllchen, frisch geschnitten (habe ich glatt vergessen)

Für die vegetarische Variante:

  • 1/2 Stange Lauch
  • 1/2 Feta

dinnede-rezept

Zubereitung schwäbische Dinnete

  • Beide Dinkel Mehlsorten in eine große Rührschüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die frische Hefe klein hinein bröckeln.
  • Zucker dazugeben und mit ca. 5 EL des lauwarmen Wassers und etwas Mehl vom Rand zu einem Vorteig verrühren.
  • Die Schüssel abgedeckt ca. 15 Min. stehen lassen.
  • Das restliche lauwarme Wasser, Olivenöl, Salz und Zitronenschale in die Schüssel geben und alle Zutaten mit den Knethaken zu einem geschmeidigen, weichen Teig verkneten.
  • Den Teig abgedeckt ca. 30-45 Min. gehen lassen.
  • Backofen auf 250 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
  • Zwiebeln oder Schalotten schälen. Eine Zwiebel in feine Scheiben oder Streifen schneiden und beiseitelegen. Ihr könnt sie wie ich mit dem Schinkenspeck kurz anschwitzen oder später „roh“ verwenden. Genau so schwitze ich übrigens auch den Lauch kurz in etwas Butter an.
  • Die andere Zwiebel zusammen mit dem Knoblauch fein hacken.
  • Schmand in einer Schüssel mit dem Ei, etwas von dem geriebenem Käse, Zitronensaft und den Zwiebel- und Knoblauchwürfeln verrühren.
  • Die Masse kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.
  • Den Schinkenspeck (Rauchfleisch) in feine Würfel schneiden.
  • Dinnete Teig in 12 Portionen teilen und jede Portion zu einem flachen, dünnen Kreis ausrollen. Ich kenne die Dinnete eher länglich und habe sie auch so geformt.
  • Teiglinge auf die mit Backpapier belegten Backbleche setzen.
  • Gleichmäßig mit der Schmandcreme bestreichen und mit Speckwürfeln bestreuen (für die vegetarische Variante Speck natürlich weglassen…).
  • Je eine Zwiebelscheibe mittig auf die Teigkreise setzen. Oder die Fladen mit Lauch und Feta belegen.
  • Die Dinneden im Ofen bei 210 °C Ober-/Unterhitze ca. 15-20 Min. (ich: ca. 10 Minuten) backen, herausnehmen und mit Schnittlauch bestreuen.

Das Buch Fingerfood schwäbisch gut von Nileen Marie Schaldach ist erschienen im Ulmer Verlag.

 

 

vegetarische-dinnete-pinterest

1 comment

Add yours

Kommentar verfassen