Interview mit Verena von der Du Diät – und was das mit mir zu tun hat ;-)

Interview mit Verena von der Du Diät – und was das mit mir zu tun hat ;-)


Als ich gesehen habe, dass Verena vom Ernährungs Podcast Herz auf der Zunge die neue Du Diät vorstellt, habe ich mich sehr gefreut. Weil ich ihre Podcasts liebe und ihre Tipps, die sie als studierte Ernährungswissenschaftlerin weitergibt, vor allem weil diese wunderbar praxisnah sind.

Und natürlich weil ich Verena bei den Foodbloggercamps in Reutlingen als wahnsinnig sympathische und herzliche Person kennen gelernt habe, die wir bei unserer Maultaschen Session auch schon fast als Schwäbin eingebürgert haben – und mit der man echt viel Spaß haben kann 😉

@verena_franke schwärmt von @burgis_knoedelspezialist

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Verena verbindet Ernährungswissenschaft und Kommunikation bei ihrem Job für eine Food / Beverage PR Agentur – nebenbei betreibt sie das Projekt „Herz auf der Zunge“ mit den tollen Podcasts rund um Ernährung.

Warum ich den Ansatz der Du Diät so klasse finde?

Weil ich selbst nach vielen vergeblichen Versuchen und Methoden letztes Jahr rausgefunden habe, dass man wirklich seinen eigenen Weg finden muss, um sich gesünder zu ernähren und damit auch etwas Gewicht zu verlieren. Jeder Jeck ist anders und nicht jede vorgefertigte Ernährungsform (reines low carb… low fat…Punkte zählen…Shakes…) passt.

Auch wenn mich die Weihnachtszeit etwas zurückgeworfen hat – da bin ich ganz ehrlich. Leider genügt der intensive Blickkontakt mit Plätzchen und Lebkuchen schon, damit mal eben 2 kg mehr auf den Hüften sind – wer kennt das nicht?

Aber langsam bin ich wieder „back on track“ und werde 2018 so weitermachen wie ich 2017 begonnen habe:

  1. Ehrlich sein zu mir selbst: mich nicht selbst „veräppeln“ – mein „Spezialgebiet“… („Die Chips sind ja eigentlich gar nicht so schlimm – sind doch Kartoffeln und die sind doch gar nicht so ungesund…“) – na kennt Ihr das ???
  2. Essen was mir schmeckt, rausfinden was mir an gesunden Dingen schmeckt – und das häufiger einbauen – und sich nicht zwingen etwas zu essen, was man nicht mag … in meinem Fall Vollkornpasta!
  3. Satt essen: ich esse mich jetzt 3 x am Tag wirklich satt – auch mit eher „fettigeren“ Sachen wie griechischem Joghurt im Müsli, Vollkorn und Ähnlichem – wer satt ist nascht weniger und hat keinen Heißhunger zwischendurch

    so einfach und köstlich.. gemüse und lachs aus dem ofen!

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  4. Planen, einkaufen und vorkochen: nur wenn ich tagsüber vorbereitet bin, klappt das Ganze – ich nehme mir also meist was Leckeres ins Büro – aber klar, das mache ich nicht immer – manchmal hat man abends doch keinen Bock mehr am Herd zu stehen!
    https://www.instagram.com/p/Bbh7uVRh_KF/?taken-by=feinschmeckerle
  5. Den Kalorien Überblick behalten – das mache ich tageweise immer mal wieder mit Lifesum.
    Früher habe ich Punkte gezählt und hatte dann den halben Tag ein schlechtes Gewissen.. und mich ständig mit dem Thema Essen beschäftigt: „ist das noch drin? Nur noch 5 Punkte… => schlechte Laune => Frust => Jetzt ist es doch schon egal“
  6. Weiterhin versuchen das doofe Nebenbei-Stress-Naschen durch gesündere Alternativen zu ersetzen – mir hilft es immer was Geschnippeltes auf dem Schreibtisch stehen zu haben…Möhrchen? Äpfel? Ja, auch wenn ich mich früher lustig gemacht habe – es stehen da auch mal Mandeln 😉
  7. Sich auch mal was gönnen – sonst wird das auf Dauer nichts.

Sport mit Spaß

Beim Sport habe ich auch endlich rausgefunden was mir Spaß macht und kombiniere das mit einem Milon Zirkeltraining das effektiv ist aber, nicht wahnsinnig lange dauert – noch dazu stellen sich die Geräte selbst ein und ich kann nichts falsch machen… genau das richtige für mich und ja, langsam kommen da Muskeln zum Vorschein!

Im Sommer gehe ich ja noch schwimmen und ansonsten sitze ich noch möglichst oft auf dem Rad, auch im Winter. Wegen der Dunkelheit unter der Woche sind das dann eher kurze Distanzen, aber besser kurz als Sofa – und man wird noch dazu gut durchgepustet.

Kälte macht mir nichts aus, ich habe mittlerweile eine Zweigstelle von Globetrotter zuhause, Herr Feinschmeckerle macht sich regelmäßig lustig über „die ideale Bekleidung für 3 Grad und Nieselregen“… 😉

Fazit: es gibt noch sehr viel zu tun – aber ich weiß jetzt wie es für mich funktionieren kann. Durchziehen muss man es natürlich auch noch – und das ist wirklich das Schwierigste, vor allem wenn man wie ich kein Disziplin Held ist. Da bin ich ganz ehrlich!

Verena’s Ernährungs Tipps und die Du Diät – die Diät Revolution 2018?

du Diät Vielleicht hilft Euch ja Verena und ihre Tipps? Ich habe sie dazu interviewt… es gibt übrigens neben den tollen Podcasts mit viel Ernährungswissen (und der Klarstellung einiger Mythen) auch eine eigene Facebook Gruppe rund um die Du Diät – schaut doch mal vorbei…

Ich finde es übrigens wahnsinnig spannend jede Menge Infos rund um Ernährung von einem echten Profi zu bekommen und nicht wie gerade online so oft von Laien, die spezielle Ernährungsformen propagieren, ohne sich wirklich gut mit dem Thema auszukennen.

Interview mit Ernährungswissenschaftlerin Verena Franke von Herz auf der Zunge

Was genau ist die Du-Diät?

Die „Du-Diät“ könnte auch „Ina-Diät“, „Verena-Diät“ oder „Madonna-Diät“ heißen. Es geht um das Entdecken einer Ernährungsweise, die zu einem passt und einen zufrieden macht. Sie soll Menschen motivieren und inspirieren, sich intensiv mit ihrer Ernährung zu beschäftigen und das Essen auf die eigenen Bedürfnisse anzupassen, anstatt blind irgendwelche Regeln zu adaptieren. Die Selbstverantwortung und die Selbstwirksamkeit stehen im Mittelpunkt. Wir sind für das verantwortlich, was wir essen. Ich möchte dazu motivieren, diese Reise zur eigenen Ernährungsweise anzutreten, denn Essen ist so etwas Positives und kann so viel für unseren Körper tun. Jeder ist ein Unikat, hat einen anderen Job, andere Hobbys, eine eigene Essbiographie, einen eigenen Geschmack und daher gibt es in Sachen Ernährung keine „Pauschallösung“ für alle.

Konkret stelle ich den Interessierten kleine Aufgaben, die einen näher zur eigenen Ernährung bringen. Mal etwas zum Aufschreiben, mal etwas zum Ausprobieren und mal etwas zum Ausmisten. Es gibt ganz viel Foodwissen von mir über die unterschiedlichsten Lebensmittel. Die Fragen und Wünsche der Interessierten spielen eine Hauptrolle. Das heißt ich werde Fragen an sie richten und die Antworten als Podcastfolgen umsetzen. Zentrale Austauschplattform dafür ist eine Facebookgruppe. Dann stelle ich in spannenden Interviews noch Kollegen aus dem Bereich Ernährung vor, die mit Tipps und Tricks unterstützen sowie Personen, die es geschafft haben, ihre eigene Ernährungsweise zu finden, mit der sie happy sind – von vegan, über high-carb low-fat bis keto. Man bekommt, salopp gesagt, die Herz auf der Zunge Wundertüte und darf sich das rauspicken, was zum eigenen Leben passt. Eine Sache ist mir ganz wichtig: Die „Du-Diät“ soll und will keine persönliche Ernährungsberatung ersetzen. Gerade weil ich Diätassistentin und Oecotrophologin bin, möchte ich betonen, dass eine Ernährungsberatung durch eine Fachkraft immer das Optimum und gerade für erkrankte Personen unumgänglich ist.

Wie bist Du auf die Idee gekommen, eine Diät zu entwickeln?

Am Anfang eines neuen Jahres liegt das Thema „Diät“ auf der Hand und als Diätassistentin werde ich ja ständig damit konfrontiert, dass jeder denkt, bei einer Diät geht es immer ums Abnehmen. Das stimmt nicht. „Diät“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „Lebensweise“. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist eine Diät, vereinfacht gesagt, eine Ernährungsweise, die dem körperlichen Zustand angepasst ist. Das muss nichts mit dem Abnehmen zu tun haben. Das hat mich darauf gebracht, die „Du-Diät“ ins Leben zu rufen, um darauf aufmerksam zu machen, dass jeder seine eigene Ernährungsweise finden und sich mit ihr auseinandersetzen sollte.

Für wen ist die Du-Diät geeignet?

Für gesunde Menschen, die sich so ernähren möchten, dass sie sich gut fühlen. Ich möchte dazu ermutigen, den eigenen Weg zu gehen und die eigenen Ziele zu verfolgen. Es muss nichts mit dem Thema Abnehmen zu tun haben.

Welches ist Dein liebstes gesundes Soulfood Gericht?

Definitiv Linsensuppe, die zu Unrecht als zu deftig verurteilt wird. Linsen enthalten wertvolles, pflanzliches Protein und liefern Ballaststoffe. Sie machen also lange satt. Auch Kartoffeln haben Top-Nährstoffe, sie punkten zum Beispiel mit Eiweiß mit einer hohen biologischen Wertigkeit. Wenn man statt der Mettwürstchen ein wenig Kassler nimmt, spart man tierisches Fett, genauer gesagt, gesättigte Fettsäuren ein. Linsensuppe ist so einfach zuzubereiten und gibt mir immer ein wohliges Gefühl im Bauch – also mein Soulfood.

Wofür sündigst selbst Du als Ernährungsexpertin gerne mal?

Für alles, wonach mir der Sinn steht. Ich bin ein richtiger Süßschnabel und verbiete mir nichts. Lakritz, Marzipantorte oder der längsten Praline der Welt kann ich nicht widerstehen. Warum auch? Solange man sie bewusst und in Maßen genießt, Süßigkeiten nicht als „Stressbewältiger“ oder „Liebesersatz“ benutzt und man gesund ist, spricht nichts dagegen. Ich mag diese Schwarz-Weiß-Malerei in Sachen Ernährung überhaupt nicht. Sie führt zu einem schlechten Gewissen und das ist ungesund. Ein Bild, das ich im Kopf hatte, als ich mit dem Podcast gestartet habe, ist eine junge Frau vor einer Eistheke, die grübelt, welches Eis denn am kalorienärmsten ist. Sofort keimt das schlechte Gewissen bei ihr auf, sämtliche Ernährungsratschläge geistern ihr durch den Kopf. Meine Wunschvorstellung ist, dass die junge Frau mit Kopf und Bauch entscheidet, was sie für ein Eis möchte. Das könnte dann wie folgt aussehen: Weil sie bei der Radtour ordentlich Kohlenhydrate verbrannt hat, gibt sie ihrem natürlichem Jieper nach und bestellt zwei Kugeln Schoko oder sie spürt, dass sie satt ist und isst kein Eis, obwohl ihre Freundinnen eins bestellen. So oder so, Foodwissen gepaart mit Körpergefühl ist eine gute Basis für eine ausgewogene Ernährung, die Körper und Seele schmeckt – das wünsche ich jedem.

Vielen Dank liebe Verena und ich hoffe auf viele erfolgreiche Teilnehmer der Du Diät 🙂

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