Die beste Kürbissuppe – endlich bin ich zufrieden! ;-)

Die beste Kürbissuppe – endlich bin ich zufrieden! ;-)


Als ich mit 18 in meine erste WG gezogen bin, war neben „Nudeln mit roter Sauce“ die Kürbissuppe eines der ersten Gerichte, die ich dort von meinen Mitbewohnerinnen gelernt hatte. Ja, ich habe mich kochtechnisch wirklich erst spät entwickelt 😉
Das Prinzip war relativ gleich. Zwiebeln anbraten, Kürbis dazu, Pulverbrühe drauf, pürieren, würzen und ordentlich H-Sahne aus dem Mini Tetrapak dazu.

Soweit so gut und sagen wir mal so: etwas geschmacklos (bis auf den Geschmack der Pulverbrühe, Salz und Pfeffer). Ähm und ja, da stand auch ein Fläschchen Maggi!

kürbissuppe

Die Rettung kam in Form von Curry in Pulverform und als Paste. Und hey, fancy Kokosmilch kam auch dazu statt Sahne. Das nehmen ja nur Provinzler, wir wohnen ja in Stuggi (wie man damals noch sagte…).

Da schmeckte die Suppe dann anders und zwar ziemlich scharf. Aber dieser wirkliche geniale Kürbissuppen Geschmack fehlte. Kürbis Suppe und ich wurde keine besten Freunde, auch wenn ich immer mal wieder was Neues ausprobierte.

Auch im Restaurant wurde ich kein Kürbissuppen Fan. Das liegt weniger am Kürbis, sondern am Kürbiskernöl – das finde ich einfach nur gruselig. Und jedes, aber wirklich jedes Restaurant serviert die Kürbissuppe mit diesen dunkelbraunen Ölflecken in der Suppe.

Kürbissuppe

 

Da Herr Feinschmeckerle Kürbissuppen Fan ist, wollte ich dem Ganzen nochmals eine Chance geben. Und siehe da: es hat funktioniert. Wie bei der genialen Tomatensauce von Italien vegetarisch kommt es einfach darauf an, wie man das Ganze richtig zubereitet. Und welche Zutaten man verwendet… und so wird aus einer einfachen Kürbissuppe mit ganz normalen Zutaten ein echtes Geschmackserlebnis.

Meine Tipps für die beste Kürbissuppe

  1. Reichlich gute Zwiebeln verwenden und lange anbraten
    Ich hatte rote Höri Bülle Zwiebeln vom Bodensee, die leicht süßlich sind in einer Mischung aus Butter und Olivenöl knapp 10 Minuten unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze angebraten. So karamellisieren sie schon leicht und geben einen tollen Geschmack. Bekommt Ihr keine roten Zwiebeln, nehmt Schalotten!
  2. Reichlich Suppengemüse – statt oder ergänzend zur Gemüsebrühe
    1 Bund Suppengemüse darf es für einen großen Hokkaido Kürbis durchaus sein. Karotten, Lauch, Sellerie, Pastinake und vor allem Petersilienwürzel putzen, klein schneiden und ebenfalls mindestens 10 Minuten mit anbraten.Das Suppengemüse habe ich dann schon leicht gezuckert und ordentlich gesalzen und gepfeffert.
  3. Kürbis und zwei kleine Kartoffeln dazu geben und nochmals kurz mit anbraten.
    Die Kartoffeln sorgen dafür, dass die Suppe noch sämiger wird.

    Erst dann mit reichlich Gemüsebrühe aufgießen und köcheln lassen. Was bedeutet reichlich? Auf alle Fälle so um 3 Finger breit über dem Gemüse.. und dann immer nochmals was nachgießen bei Bedarf. Die Suppe sollte nicht zu dick und pampig werden!

  4. Bisschen scharf darf es sein
    Beim finalen Abschmecken kommt noch etwas Piment d’Espelette dazu. Das sorgt für eine dezente Schärfe. Wenn ihr das nicht habt, nehmt etwas normalen Chili!
  5. Aber bitte mit Sahne!
    Der ordentliche Schuß gute Bio Sahne darf nicht fehlen. Und zwar kurz vor dem Püriervorgang mit dem Zauberstab oder im Mixer.

Ich bin gespannt, ob Ihr den Unterschied schmeckt. Wir waren total begeistert und hatten die beste Kürbissuppe auf dem Tisch…

Die wird nur noch so gemacht. Auf das die Kürbis Saison noch lange geht – zumindest Lagerware gibt es ja auch jetzt noch  😉

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